Rasseportrait des Europäischen Standardtrabers

Der Ursprung dieser Rasse liegt in Frankreich, Deutschland und England, die Rasse ist allerdings weltweit weit verbreitet. Moderne Traber
sind das Ergebnis einer zielgerichteten Pferdezucht über Generationen hinweg. Früher züchtete man sie als besonders leistungsfähige Wagenpferde
und die ersten Trabrennen waren meist für nichts weiter da, als die eigene Zucht zu "präsentieren". Heute werden sie ausschließlich für Trabrennen
gezüchtet und können im Trab Geschwindigkeiten von 45-50 km/h erreichen.

Im Körperbau sind Traber so unterschiedlich wie in der Größe, da in der Zucht nur auf Schnelligkeit geachtet wird. Es gibt viele verschiedene Typen,
darunter den gut geschlossenen Cobtyp, leichte Vollbluttypen und Warmbluttypen. Um die geforderten Geschwindigkeiten im Trab zu erreichen, besitzen
sie eine sehr gut bemuskelte Hinterhand, die häufig auch überbaut sein kann, und meist kurze, steile Fesseln. Die Beine sind trocken mit meist harten Hufen.
Da nicht auf einen bestimmten Typ oder auf Reiteignung gezüchtet wird, kann man Gebäudemängel bei Trabern etwas häufiger finden als in Reitpferdezuchten.

Traber sind ruhige, ausgeglichene, leicht trainierbare, menschenbezogene und leistungsbereite Pferde. Da der Rennbetrieb hohe Anforderungen an die
Nervenstärke stellt, werden nervlich wenig belastbare Pferde meist gar nicht, auf die Rennbahn "geschickt".

Traber dürfen mit 2 Jahren am Rennbetrieb teilnehmen, allerdings erst ab Mai, dann können sie sogenannte Aufbaurennen bestreiten. allerdings nur
acht Rennen in der Saison, aus Schutzgründen. Bis zu welchem Alter sie laufen dürfen entscheidet das Geschlecht. Stuten dürfen mit zehn die letzten
Rennen bestreiten, Hengste und Wallache mit 14. Als Grund dafür gilt die Zuchtambition.

Traber können im Renntrab Geschwindigkeiten um die 50 km/h erreichen, sie sind ausdauernd und von harter Konstitution. Auch als Reitpferde sind Traber
sehr vielseitig - Ihre Ausdauer prädestiniert sie für das Distanzreiten, ihre raumgreifenden Gänge und ihr guter Charakter für das Gelände- und Wanderreiten.
Viele Traber haben eine mehr oder weniger ausgeprägte Veranlagung zu einer oder mehreren Viertaktgangarten oder auch zum Pass. Das kann Tölt, Walk,
Rennpass und oder Foxtrott sein, schnellere Tölter wird man in kaum einer anderen Rasse finden. Auch ist die Teilnahme an Gangpferdeturnieren möglich,
es hat sich inzwischen eine kleine Turnierszene gebildet.

Quelle: Wikipedia, VdTZ (WR)


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